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Schutz durch Handschuhe oft überschätzt Gewünschter Schutzgrad Ausgangspunkt bei Handschuhwahl
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Schutz durch Handschuhe oft überschätzt

Gewünschter Schutzgrad Ausgangspunkt bei Handschuhwahl

Wie sicher ist ein Handschuh, wenn der Schutz bei Kontakt mit einem Lösungsmittel 0 Sekunden beträgt? Und wie sicher ist er, wenn das Material, aus dem er hergestellt wurde, in die Haut dringt und gesundheitsschädlich ist? Das Bewusstsein, dass Handschuh nicht gleich Handschuh ist, fängt an sich auszubreiten... Während des Sicherheitssymposiums auf der Fachmesse Laborama im März wies Ann van den Borre, technische Leiterin der Abteilung Chemieschutz bei Ansell HealthCare Europe, darauf hin, dass es dem Analysepersonal oft an Wissen von sicherer Handhabung von Sicherheitshandschuhen mangelt. Je dicker, desto chemikalienbeständiger und desto teurer sind die Handschuhe
Wie sicher ist ein Handschuh, wenn der Schutz bei Kontakt mit einem Lösungsmittel 0 Sekunden beträgt? Und wie sicher ist er, wenn das Material, aus dem er hergestellt wurde, in die Haut dringt und gesundheitsschädlich ist? Das Bewusstsein, dass Handschuh nicht gleich Handschuh ist, fängt an sich auszubreiten... Text: LABinsights | Redaktion: LABinsights | Fotogra e: FOODnote | Übersetzung aus dem Niederländischen: TaalKrachtig Während des Sicherheitssymposiums auf der Fachmesse Laborama im März wies Ann van den Borre, technische Leiterin der Abteilung Chemieschutz bei Ansell HealthCare Europe, darauf hin, dass es dem Analysepersonal oft an Wissen von sicherer Handhabung von Sicherheitshandschuhen mangelt. Je dicker, desto chemikalienbeständiger und desto teurer sind die Handschuhe Je nach Dicke und Materialart der Handschuhe bieten sie kurzen oder längeren Schutz gegen Chemikalien, manchmal aber auch gar keinen. Laborpersonal trägt oft Einmalhandschuhe aus Latex oder Vinyl, meistens wegen der benötigten Tastsensibilität. Viele Laborfachkräfte sind sich nur sehr begrenzt davon bewusst, dass diese nur gegen Spritzer schützen. Wenn ein Spritzer darauf kommt, dann müssen die Handschuhe sofort ersetzt werden. Das Material ist nämlich so dünn, dass Lösungsmittel die Handschuhe schnell zersetzen. Wer diesen Handschuhtyp regelmäßig ersetzt und korrekt verwendet, könne trotzdem gut geschützt sein, schließt van den Borre. Das heißt, dass Laborfachkräfte sich vom richtigen Gebrauch und von den SHIELDskin Handschuhe Mängeln dieser Einweghandschuhe bewusst sein müssen, sonst bieten diese Handschuhe nur Scheinsicherheit. Die Preise von normalen Nitrilhandschuhe und Latexhandschuhen sind vergleichbar. Eine sicherere Wahl sei Nitril, betont van den Borre. Diese Handschuhe sind (viel) dicker und chemikalienbeständiger. Kein Latex Bei der niederländischen Behörde für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (NVWA) werden seit fünf Jahren keine Latexhandschuhe mehr benutzt. Frans Mabesoone, Einkäufer bei NVWA, erklärt warum: „Latexhandschuhe wurden überall regulär benutzt, bis die Behörde aus eigener Forschung schlussfolgerte, dass vielseitiger Gebrauch von Latexhandschuhen bei Krankenhauspersonal schädlich ist, weil Schadstoffe aus dem Latex in die Haut dringen. Der Gebrauch an sich ist also ungesund; auch wenn man dagegen nicht allergisch ist, sollte man sie besser nicht benutzen. Schutzgrade Das Laborpersonal von NVWA könne beim Gebrauch von Handschuhen aus drei Schutzgraden wählen, erzählt Mabesoone. „Je nach Durchlässigkeit der diversen organischen Lösungsmittel benutzt man einen bestimmten Handschuhtyp. Von Shield Skin haben wir ecoSHIELD für normalen Schutz. Die schützen jedoch nicht vor allen Lösungsmitteln. So schützen sie z.B. acht Stunden vor Salpetersäure, elf Minuten vor Ethanol und vier Minuten vor Ethanol. Bei aggressiven Stoffen benutzen wir SHIELDskin. Die sind fester, dicker und virenbeständig, was wichtig für die Arbeit in unserer PCR-Abteilung ist. Sie schützen z.B. lange vor Hexaan (sogar sechs Stunden) und 34 Minuten vor Ethanol 70%. Aber Chloroform und Acetonitril dringen sofort auf die Haut durch! Wenn man mit solchen Stoffen arbeitet, muss man SHIELDskin CHEM benutzen. Die schützen 154 Minuten vor Ethanol, 90 Minuten vor Essigsäure und sieben Minuten vor Aceton.“ ‘Man sollte nicht denken, dass man bestimmt ausreichend geschützt ist, wenn man Handschuhe trägt’ Groschen gefallen Natürlich weiß Mabesoone all diese Zahlen nicht auswendig. Sie stehen in den mitgelieferten Tabellen, die auch das Labor- personal in Schulungen zur Kenntnis nahm. „Man sollte nicht denken, dass man bestimmt ausreichend geschützt ist, wenn man Handschuhe trägt. Wir haben Listen mit den Schutzgraden und Anwendungshinweisen, wann man welche Handschuhe verwenden sollte, ins Intranet gestellt. Erst dachten viele, dass es schon schiefgehen wird, bis sie sich die Tabellen angesehen haben. Dadurch wurden sie sich der Risiken bewusst. Seitdem werden viel mehr Handschuhe getragen als vorher und der Gebrauch ist besser auf den Zweck abgestimmt. Unsere Auf- klärungsarbeit der letzten Jahre ist jetzt zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgedrungen. Der Groschen ist gefallen. Wir glauben deshalb, dass es gelingt, die Gefahrenaussetzung langfristig begrenzen zu können.“ SICHERHEIT HAT SEINEN PREIS Für eine A-Marke bezahlt man (gut) 5 Cent pro Handschuh. Für eine etwas dickere Qualität von Nitrilhandschuhen, die weniger chemikaliendurchlässig sind, beträgt der Preis (gut) 10 Cent pro Handschuh. Nitrilhandschuhe mit einer Dicke von einem Millimeter, die relativ lange vor aggressive Chemikalien schützen, kosten ungefähr 50 Cent pro Handschuh.
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