Home
BLEIBEN SIE UPTODATE
Registrieren Sie sich für unseren monatlichen Newsletter.
Ihre Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben.
Zu unseren Datenschutz-Bestimmungen.

   

ARTIKEL
Man braucht die ganze Welt als Markt Geschäftsführer und Inhaber Rainer Schramm von Fluxana GmbH über RFA-Applikationen
Download Artikel als PDF
Wenn Sie bereits in unserer Mailingliste sind, wird die PDF sofort geöffnet, sonnst wird sofort ein Download-Link zugesandt.
Sie erhalten ausserdem ein Probeexemplar unseres Newsletters.

Man braucht die ganze Welt als Markt

Geschäftsführer und Inhaber Rainer Schramm von Fluxana GmbH über RFA-Applikationen

In Bedburg-Hau, bei Kleve und in der Nähe von Nimwegen, verfügt Fluxana über ein neues Gebäude mit Laboratorien, Räumen für Forschung und Entwicklung, Büros und einer großen Lagerhalle für Zubehör. Alles ist auf Röntgen uoreszenzanalyse (RFA) ausgerichtet. Ganz in der Nähe vom Hauptsitz be ndet sich eine Betriebsstätte für die Herstellung von Pressen für die Fertigung von Presslingen nach der Vaneox-Technologie und von Schmelzgeräten für Glastabletten nach der Vitriox-Fusionstechnologie.
Geschäftsführer und Inhaber Rainer Schramm von Fluxana GmbH über RFA-Applikationen: ‘Man braucht die ganze Welt als Markt’ Gussformen und Zubehör für den RFA-Probenvorbereitungsprozess. ‘Wer montags vorbeikommt, kann mittwochs schon mit der RFA loslegen’ Fachwissen im Haus Innerhalb von 15 Jahren breiteten die Arbeiten sich zu einem Unternehmen von gut 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus. Das ist dem Geschäftsführer Rainer Schramm nicht zu Kopf gestiegen. Es herrscht eine informelle Atmosphäre. Schramm zeigt zwei Glastabletten, die durch Vitriox-Fusionstechnologie produziert wurden. Es geht hier zu wie in einem niederländischen Labor. Schramms süddeutscher Akzent verrät, dass er nicht aus der Region kommt. Stimmt das? Er lacht: „Ja, ja, das Melodiöse, richtig bemerkt. Ich komme aus Freiburg, wohne hier aber schon seit zig Jahren mit meiner Frau und den Kindern. 2002 habe ich den Betrieb gegründet. Damals stand hier noch nichts. Ich hatte den RFA-Markt als Produktmanager bei Spectro kennengelernt. Ich wollte mich nicht mehr auf die Apparate konzentrieren sondern auf die Applikationen. Das war eine Marktlücke. Bei all meinen Besuchen bekam ich so viele Fragen über alles, was man für RFA-Apparatur braucht: Probenvorbereitung, Kalibriermaterialien, Chemikalien und Zubehör wie z.B. Tiegel. Das ist unser Portfolio geworden. Seit einiger Zeit haben wir auch selbst ein akkreditiertes Labor nach DIN EN ISO/IED 17025, wo wir Auftragsanalysen durchführen können und Testverfahren entwickeln. Wir liefern auch die Probenmaterialien für Ringversuche. Wir haben ja sowohl alle Apparatur, die man dafür braucht, als auch das Fachwissen im Haus!“ Zu klein RFA ist in vielen Zweigen von Industrie und Forschung eine unentbehrliche Technik, aber was Applikationen betrifft kann man als Unternehmen nur mit einem internationalen Status sein Brot verdienen, weiß Schramm: „Deutschland ist für uns zu klein, man braucht die ganze Welt als Markt. Fluxana liefert in mehr als hundert Länder. Ein Drittel unserer Geschäfte wird in Deutschland gemacht, ein Drittel in Europa und der Rest außerhalb Europas.“ Und wie steht es mit der Konkurrenz der großen RFA-Lieferanten? „Man sollte denken, dass es Konkurrenz gäbe, aber die großen und kleinen Firmen investieren nicht in dieses Randgebiet. Wir aber, und genau da liegt unsere Stärke.“ Ein anderer Faktor für den Erfolg von Fluxana ist, dass es in Laboren immer weniger Kenntnisse über RFA-Applikationen gibt. Diese Kenntnisse werden also eingekauft. „Die Fachkräfte verschwinden, Labore kaufen eine Applikation, z.B. ein Gerät um Schlacken in Zementproben zu bestimmen. Dann stellt sich heraus, dass dafür doch auch Fachwissen nötig ist. Für solche praktischen Fragen kommen sie dann zu uns. Wir haben eine Applikation für die Probenvorbereitung in einem Schmelzgerät entwickelt und können das hier demonstrieren. Wer montags vorbeikommt, kann mittwochs schon mit seiner RFA loslegen!“ Fluxana, Vertragslabor und Produzent von Labor- und Kalibriermaterialien und Apparatur für die Probenvorbereitung von RFA-Analysen, baute sich in 15 Jahren eine weltweite Position auf einem wachsenden Nischenmarkt auf. Redation: LABinsights | Fotogra e: FOODnote | Übersetzung aus dem Niederländischen: TaalKrachtig In Bedburg-Hau, bei Kleve und in der Nähe von Nimwegen, verfügt Fluxana über ein neues Gebäude mit Laboratorien, Räumen für Forschung und Entwicklung, Büros und einer großen Lagerhalle für Zubehör. Alles ist auf Röntgen uoreszenzanalyse (RFA) ausgerichtet. Ganz in der Nähe vom Hauptsitz be ndet sich eine Betriebsstätte für die Herstellung von Pressen für die Fertigung von Presslingen nach der Vaneox-Technologie und von Schmelzgeräten für Glastabletten nach der Vitriox- Fusionstechnologie. Die neue Generation wird nicht mehr mit Gas sondern elektrisch beheizt und ist gänzlich computergesteuert. Das ist die Zukunft, denn Gas ist laut europäischen Richtlinien bald nicht mehr erlaubt. Es macht außerdem viel in der Hitzeentwicklung aus, weil die Elektroapparatur ein abgeschlossenes und isoliertes System darstellt. Die Hitze geht bei Fluxana übrigens nicht verloren. Das Gebäude ist nachhaltig gebaut: Das Dach liegt voller Solarzellen und die entweichende Wärme aus der Apparatur wird im Boden für späteren Gebrauch gespeichert. „So verbrauchen wir hier nur sehr wenig Energie aus dem Netz, obwohl wir viel Energie brauchen“, erklärt Geschäftsführer und Inhaber Rainer Schramm bei der Führung durch die Labore. Hier steht die neuste Generation von Schmelzgeräten für Glastabletten. Durch das Glas ist zu sehen, wie ein Platintiegel mit glühendem, geschmolzenem Material zeitlich präzise reguliert gekippt und in eine kleine Abgießschale gegossen wird. 4 LABinsights | Februari 2018 Februari 2018 | LABinsights 5 Dieser Artikel wurde ursprünglich in LABinsights, Januar 2017, veröffentlicht. www.labinsights.nl ©maXusmedia GESCHÄFTSBERICHT GESCHÄFTSBERICHT Ausgießen des “Glases”. Lithiumborat und Probe werden in einem Verhältnis von 10:1 in genau 15 Minuten in einen Platintiegel im Schmelzgerät (Vitriox-Serie) auf 1.200 oC erhitzt. Der Inhalt wird mittels Hochgeschwindigkeitsrotation gerührt. Danach wird das geschmolzene Glas in fünf Minuten auf Zimmertemperatur abgekühlt. ‘Es gibt jetzt beinahe keinen Industriezweig mehr, der RFA nicht einsetzt’ Presstabletten und Flüssiganalysen Wenn die Analyse etwas weniger Genauigkeit erfordert, wie z.B. bei Qualitätskontrollen von Zement in einer Fabrik, genügen Presstabletten, die mittels RFA analysiert werden. „Für die Analyse von RFA-Tabletten braucht man höhere Probenkonzentrationen als bei Glastabletten: vier Teile Proben(-pulver) auf einen Teil Bindemittel.“ Trotzdem sind Glastabletten weiterhin nötig: „Für die wöchentliche Kalibrierung der Ergebnisse. Für Zementfabriken stellen wir Glastabletten nach ihren Vorgaben her, Referenzmaterialien, womit sie ihre Ergebnisse wöchentlich kalibrieren können.“ Für die mobilen Labore des Staatlichen Instituts für Gesundheitswesen und Umweltschutz der Niederlande (RIVM) werden auch Standards entwickelt: „Für die Analyse von Schadstoffen bei Rauchentwicklung bei Kalamitäten. Das ist echte Maßarbeit.“ Um das Gesamtsortiment zu komplettieren gibt es Applikationen für Flüssiganalysen. Die Probe wird in mit Folie präparierte Küvetten gefüllt, mit einem Deckel abgedeckt und dann umgekehrt in die RFA geschoben. „Das wird viel in der Petrochemie benutzt um den Schwefelgehalt in Treibstoffen zu kontrollieren.“ Steigende Nachfrage Die Vielfalt der Applikationen in Industrie und Forschung mache seinen Betrieb weniger anfällig für die Schwankungen der Weltwirtschaft, schließt Schramm ab. Außerdem nehme die Anzahl der RFA-Apparate weltweit zu, wodurch die Nachfrage nach Applikationen stetig steige: „Es gibt jetzt beinahe keinen Industriezweig mehr, der RFA nicht einsetzt. Das geht von der Messung von Verschleißmaterialien in Flugzeugmotoren für präventive Wartung über die Bestimmung kleiner Zusätze wie Kalzium, Phosphat, Zink und Schwefel in Schmierölen bis hin zur Kontrolle von Metallen in Medikamenten. Auch in der Pharmaindustrie ist RFA im Kommen.“ Eine Serie Platintiegel mit einer Mischung von Lithiumborat und Probenpulver (1:4) stehen für die Glastablettenproduktion bereit. Die ganze Reihe wird automatisch einzeln in das Schmelzgerät geschoben. Glastablettenmethode Das Unternehmen ist durch Kenntnisse über alles, was man zur Glastablettenproduktion braucht, groß geworden. Glastabletten sind im RFA-Prozess zu Kalibrierungszwecken und für spezielle Analysen unentbehrlich. Zur Herstellung einer Glastablette wird feines, homogenisiertes Probenmaterial in einer Matrix von Lithiumborat gemischt und in einem Schmelzgerät in einem völlig kontrollierten Prozess zu einer gleichmäßig üssigen Masse erhitzt. Nach dem Ausgießen und der Erhärtung entsteht eine linsenförmige, glasartige Scheibe. Die Glastablettenproduktion ist eine komplexe, zeitraufwendige Probenvorbereitungsmethode, die hochwertige Apparatur erfordert. Sie ist allerdings für Präzisionsanalysen von erzhaltigen Rohstoffen unverzichtbar, übrigens nicht nur für RFA sondern auch für manche ICP- MS1-Applikationen. „Wir haben eine Glastablettenmethode entwickelt um mit höchster Präzision Grenzwerte bestimmen zu können, z.B. für Konzentrationsmessungen von Eisen- oder Zinkerz. Dabei wird nach Konzentration bezahlt; 0,1% mehr oder weniger Eisen oder Zink kann $ 10.000 pro Ladung ausmachen. Etwas Vergleichbares machen wir für den Bergbau in Australien und Brasilien. Da geht es um die Erzanalyse für die Verschiffung. Auch das geht wieder mit Glastabletten.“ Glastabletten werden außerdem an Glasfabriken und Hochöfen zum Testen ihrer Rohstoffe geliefert. „Des Weiteren liefern wir an Wiederverwertungsbetriebe, die Palladium, Platin und Rhodium aus alten Autokatalysatoren gewinnen. Wir entwickeln Standards um das im Recyclat berechnen zu können.“ 6 LABinsights | Februari 2018 Februari 2018 | LABinsights 7 1 Induktiv gekoppelte Plasma-Massenspektrometrie
MAXUS MEDIA
LABinsights.net LABinsights.de LABinsights.nl
Erhalten Sie unseren Newsletter
Newsletter Archiv
SERVICE UND KONTAKT flag